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Stuttgart – Meist hört man sie, bevor man sie sieht: die Hubschrauberstaffel der Polizei Baden-Württemberg. Nicht selten sorgt das laute Rattern über den Köpfen aber für Ärger.

Dabei sitzen im Heli echte Helden!

Wenn sie in die Luft gehen, dann nicht ohne Grund. Staffel-Leiter Michael Bantle (56): „Wir fliegen, um Leben zu retten und Verbrecher zu fassen.“


Die Hubschrauberstaffel setzt diese Hochleistungskamera bei ihren Einsätzen ein
Die Hubschrauberstaffel setzt diese Hochleistungskamera bei ihren Einsätzen einFoto: Oliver Willikonsky

Die zentralen Jobs: Vermissten-Suche und Fahndung nach Straftätern. Auch Dokumentationen aus der Luft und wichtige Transporte übernimmt die Staffel. „Wir fliegen das SEK, aber auch Bergretter, Sprengstoff-Experten oder Spürhunde. Manchmal auch eine DNA-Probe ins Labor, wenn es schnell gehen muss“, erklärt Bantle.

2018 war das erfolgreichste Jahr seit der Gründung 1965. Bei 2830 Einsätzen mit 3248 Flugstunden konnten 75 Menschenleben gerettet und 46 Straftäter festgenommen werden.

Acht Teams sind im Einsatz, fünf in Stuttgart und drei in Rheinmünster-Söllingen. Die sechs Helikopter sind mit moderner Technik ausgerüstet, unter anderem mit Wärmebildkamera.


Über diese Bildschirme kann der Co-Operator beobachten, was am Boden vorgeht
Über diese Bildschirme kann der Co-Operator beobachten, was am Boden vorgehtFoto: Oliver Willikonsky

Jede Crew umfasst drei Personen. Der Pilot führt den Helikopter, der Co-Pilot unterstützt ihn und spricht mit den Bodenkräften. Der System-Operator bedient die Kamera und gibt seine Ergebnisse an den Co-Piloten weiter.

Die Staffel ist 24 Stunden und sieben Tage die Woche einsatzbereit. Pilot Philipp Zürn (36): „Wir sind in maximal fünf Minuten in der Luft.”

Nicht lustig, sondern gefährlich sind Laser-Attacken. Zürn: „Erst kürzlich wurden Kollegen geblendet. Sie mussten ins Krankenhaus. Das behindert unsere Arbeit.“

Und kostet vielleicht Menschenleben…

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