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Kerpen – Sie hatten fürs Wochenende zu zivilem Ungehorsam aufgerufen: Als erste Aktion besetzen einige Umweltaktivisten am Samstag einen Bagger im Braunkohletagebau. Dann blockieren Tausende von ihnen die „Hambach-Bahn“. Manche von ihnen stürmen auch die Autobahn.

Nach Polizeiangaben waren am Samstag etwa acht Menschen auf den Bagger geklettert und rund 30 weitere hielten sich davor auf.


Die Umweltaktivisten blockieren die Gleisen, die zum Tagebau führen
Die Umweltaktivisten blockieren die Gleisen, die zum Tagebau führenFoto: WOLFGANG RATTAY / Reuters

Am Nachmittag marschierten nach Angaben von Aktionsbündnis „Ende Gelände“ 5000 Umweltaktivisten zum Rheinischen Revier.

Die A4 wurde ab dem Kreuz Kerpen für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt, weil manche quer über die Autobahn Richtung Tagebau Hambach liefen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.


Die A4 wurde bis zum Nachmittag gesperrt, weil Aktivisten zum Teil quer darüber liefen
Die A4 wurde bis zum Nachmittag gesperrt, weil Aktivisten zum Teil quer darüber liefenFoto: WOLFGANG RATTAY / Reuters

Am Tagebau blockierten sie dann die Braunkohlebahn. Gerade werden dort Zelte gebaut, es soll auf den Gleisen übernachtet werden.

Mit der „Hambach-Bahn“ wird die Kohle aus dem Tagebau zu den Kraftwerken und Fabriken transportiert. Die Polizei bestätigte die Blockade, machte aber keine Angaben zur Zahl.


Schon am frühen Morgen sind die Aktivisten mit Transparenten am Hambacher Forst unterwegs
Schon am frühen Morgen sind die Aktivisten mit Transparenten am Hambacher Forst unterwegsFoto: David Young / dpa

Polizei kesselt Demonstranten ein

Die Polizei hat Hunderte Aktivisten davon abgehalten, in den Braunkohletagebau Inden im Rheinischen Revier einzudringen.


Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» sind auf einem Feld am Tagebau Inden von der Polizei eingekesselt
Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» sind auf einem Feld am Tagebau Inden von der Polizei eingekesseltFoto: Christophe Gateau / dpa

Ein Live-Video zeigt, wie die Aktivisten vom Aktionsbündnis „Ende Gelände“ am Samstag auf freiem Feld und in Sichtweite zum Tagebau sehr schnell die Busse verlassen und Richtung Tagebau losrennen. Polizisten, die die Busse in Mannschaftswagen begleiteten, schnitten ihnen den Weg ab.

Die Aktivisten wollen ihre Aktion am Sonntag fortsetzen, kaum einer will trotz der kalten Nacht nach Hause gehen.

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