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Hannover – Drohende Fahrverbote, Luftverschmutzung und verstopfte Straßen.

Seit Jahren zofft sich die Politik um Auswege aus der Verkehrskrise. Jetzt hat die Stadt einen Masterplan – den „Green City Plan“. Damit sollen u. a. Luftqualität und Verkehrsfluss verbessert werden. Die zentralen Ideen zur Verkehrswende:

► Apps für Ampeln & Co. Ampelschaltungen und Verkehrsströme werden erfasst, die schnellste Route für Autofahrer ermittelt (Kosten: 300 000 Euro), Hinweise zu freien Parkplätzen gegeben. Dazu werden Ampeln an einen Verkehrsrechner angeschlossen. Ziel: Emissionen um bis zu 25 % senken.


Um mehr Menschen vom Auto in die Bahn zu locken, soll das Angebot der Üstra deutlich verbessert werden
Um mehr Menschen vom Auto in die Bahn zu locken, soll das Angebot der Üstra deutlich verbessert werdenFoto: eberhard wedler

► Neue Radwege/Schnellwege. Die Stadt prüft am Schwarzen Bär den Rückbau einer Fahrbahn zugunsten des Radverkehrs. Zudem sind Radparkplätze und Parkhäuser sowie der Aufbau eines öffentlichen Fahrradleihsystems geplant.

► Mehr Ladesäulen für E-Autos. Sie sollen vor städtischen Einrichtungen (z. B. Behörden, Friedhöfen) und P+R-Plätzen entstehen. Kosten: 15 Mio. Euro.

► Üstra-Fahrgäste werden gewogen. Sensoren erfassen, wie voll eine Stadtbahn ist, damit z. B. Zusatzzüge eingesetzt werden können. Kosten: 412 000 Euro. Außerdem vorgesehen: flächendeckendes WLAN (Kosten: 5,6 Mio. Euro), günstigere Tarife – und bis 2030 nur noch E-Busse.

Ein weiteres Vorhaben sorgt indes für dicke Luft. Um die Luftqualität zu verbessern, sollen Göttinger Straße/Friedrich-Ebert-Straße und Marienstraße zu Tempo-30-Zonen werden.

„Völliger Unsinn“, schimpft CDU-Verkehrsexperte Felix Semper. „Auf der Marienstraße kommt man eh nicht schneller voran.“ Daniel Gardemin (Grüne): „Wir brauchen eine Verschiebung Richtung ÖPNV und Radverkehr.“

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