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Bremen – Ein geselliger Abend beim „Promi-Kochen“ im Nachbarschaftshaus Gröpelingen mit Ulrich Mäurer (66, SPD).

Doch zwischen Curry-Creme-Suppe, Seeteufel und Vanille-Parfait platzte dem Innensenator beim Plausch mit Anwohnern der Kragen.

BILD dokumentiert die Aussagen des Politikers über einige der drängendsten Probleme unserer Stadt – und wie Mäurer sie lösen will.

► Drogen-Elend Gröpelingen

„Im Grünzug West floriert der Drogenhandel. Wir haben in dem Park Spielplätze aufwendig saniert. Zwei Monate später war wieder alles kaputt, verwüstet von Junkies und ihren Dealern. Ich treffe mich in den nächsten Tagen mit Experten. Wir planen mehr Polizeistreifen, wollen unseren Ordnungsdienst vier Wochen durchgehend in Gröpelingen auf Streife schicken. Außerdem holen wir Bürgerinitiativen ins Boot, die uns Dreck und drohende Kriminalität schnell melden.“


Polizisten durchsuchen bei einer Razzia im Viertel einen Verdächtigen
Polizisten durchsuchen bei einer Razzia im Viertel einen VerdächtigenFoto: Sandra Beckefeldt

► Vermüllung der Straßen und Parks

„Als ich einmal illegal entsorgten Müll melden wollte, fand ich keine Telefonnummer auf der Homepage der Entsorgungsbetriebe. Darum werden wir an alle Bürger Flyer mit Telefonnummern verteilen, unter denen wir ständig erreichbar sein werden.“

► Brennpunkt Hauptbahnhof

„Jahrelang stolperte ich dort über Dreck und rostige Fahrräder. Im Dunkel blühten die Gewalt und der Drogenhandel. Es kam zu 1000 Straftaten im Jahr. Damit ist Schluss. Wir können das ganze Gelände mit LED-Lichtern taghell erleuchten. Anfang Januar werden wir den Bahnhof über Kameras und Riesenmonitore rund um die Uhr überwachen. Dazu richten wir Mitte 2019 am Nordausgang eine neue, große Polizeiwache ein. Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben.“

► Umgang mit Kriminellen

„Einige Urteile sorgen für Verwunderung, viele Täter werden aber auch angemessen verurteilt. Das Thema Resozialisierung sehe ich allerdings kritisch. Die meisten Verbrecher kommen raus, gehen aber ganz schnell wieder rein in den Knast. Wir sperren sie nur noch weg, um unsere Bevölkerung vor ihnen zu schützen. Das hat mit Resozialisierung nichts mehr zu tun.“

► Kriminalität arabischer Clans

„Die verdienen gerade das ganz große Geld mit illegalen Cannabis-Plantagen. Wenn wir eine Plantage schließen, wird in einem anderen Stadtteil sofort eine neue eröffnet. Legalisierung ist auch keine Lösung. Dann bringen sie einfach günstigeren Stoff auf den Markt. Außerdem sind Cannabisdrogen inzwischen so stark, dass sie bei Konsumenten schwere psychische Schäden hinterlassen.“

Zur Wahrheit gehört: Mäurer ist seit 2008 Innensenator. Einige Themen entdeckt er jetzt, wenige Monate vor der Wahl, etwas eilig. Bei anderen ist tatsächlich stetig was passiert. Es bleibt aber definitiv genug zu tun!

PS: Nur das Kochen klappte nicht so gut. Mäurer am Ende: „Ich bin da völlig unbegabt, darf zuhause nur das Gemüse schnippeln.“


Innensenator Ulrich Mäurer (Mitte) an der Herdplatte
Innensenator Ulrich Mäurer (Mitte) an der Herdplatte Foto: Bloethe, Holger
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