Kategorie: Finanzen (Seite 1 von 14)

Dow Jones öffnet mehr als ein Prozent im Plus

Wall Street

Der Dow Jones startet mehr als ein Prozent höher in den Handel.


(Foto: AP)

Düsseldorf Zum Ende der Woche zeigt sich der US-Börsenhandel von seiner optimistischen Seite. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte öffnet 1,2 Prozent höher auf 26.390 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückt 0,9 Prozent auf 10.100 Zähler vor. Der breit gefasste S&P 500 notiert 1,1 Prozent im Plus bei 3148 Punkten.

US-Anleger hoffen darauf, dass sich die Wogen zwischen den USA und China angesichts der jüngsten Handelsverhandlungen glätten. China plant wohl, den Kauf amerikanischer Agrargüter zu beschleunigen, um dem Handelsabkommen der Phase eins mit den USA nach den Gesprächen in Hawaii in dieser Woche nachzukommen.

Im sogenannten Phase Eins-Teil hatten sich die USA und China verpflichtet, keine neuen Zölle zu verhängen. Außerdem versprach China, zusätzliche US-Güter im Wert von etwa 200 Milliarden Dollar zu kaufen, und das über die nächsten zwei Jahre, darunter nach Angaben der US-Regierung auch Agrargüter im Wert von 40 bis 50 Milliarden Dollar.

Allerdings kaufte China in den ersten vier Monaten des Jahres nur Agrargüter im Wert von 4,65 Milliarden Dollar, wie Daten des US-Landwirtschaftsministeriums zeigen. Das sind nur 13% des im Handelsabkommen festgelegten Ziels und fast 40% weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr 2017.

Anfang des Monats hatten chinesische Regierungsvertreter Insidern zufolge als Reaktion auf die steigenden Spannungen wegen Hongkong den großen staatlichen Agrarkonzernen angeordnet, den Einkauf mancher amerikanischer Landwirtschaftsgüter zu unterbrechen, wie Bloomberg berichtete.

Chinesische Importeure hätten jedoch ihre amerikanischen Sojakäufe weiter erhöht und in den zwei Wochen bis zum 11. Juni 2,2 Millionen metrische Tonnen der Ölsaat geerntet, so die Daten des US-Landwirtschaftsministeriums.

Nun beabsichtige China wohl, den Kauf von allem von Sojabohnen bis hin zu Mais und Ethanol zu beschleunigen, nachdem die Käufe aufgrund von Störungen durch Coronaviren ins Stocken geraten sind, berichtet Bloomberg in Berufung auf mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Am Donnerstag sagte der US-Außenminister Michael Pompeo, dass Chinas höchster Beamter der Außenpolitik sich verpflichtet habe, alle Verpflichtungen seiner Nation im Rahmen des Handelsabkommens einzuhalten.

Nach den jüngsten Rückschlägen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus scheinen US-Anleger neuen Mut gefasst zu haben. Noch gestern schloss der Dow Jones 0,2 Prozent tiefer. Nun wetten die Anleger darauf, dass Regierung und Notenbank die Wirtschaft wieder auf Kurs bringen können.

Doch die Pandemie ist längst nicht gebannt, im Hinterkopf bleibt die Angst vor einer zweiten Welle. Ein schneller Rückfall ist eher ausgeschlossen, Analysten rechnen hinsichtlich der Kursentwicklung des Dow Jones-Index mit einer Spanne zwischen 22.700 und 28.200 Punkten.

„Wir gehen von anhaltend steigenden Aktienkursen aus, getrieben von einer sehr aggressiven Lockerung der Geldpolitik, Fiskalhilfen und der fortgesetzten Wiedereröffnung der Weltwirtschaft mit einigen vorübergehenden Rückschlägen“, sagte Stratege Sébastien Galy vom Vermögensverwalter Nordea Asset Management. Anleger blendeten am Freitag die Rekordzunahme an Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in sechs US-Bundesstaaten aus.

Da am Freitag beim Hexensabbat Optionen auf Indizes und Aktien an den Terminbörsen auslaufen, könnte es an den Aktienmärkten im Tagesverlauf noch zu größeren Schwankungen kommen. Anleger versuchen dann, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu treiben.

Blick auf die Einzelwerte

Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron kamen die steigenden Ölpreise zugute. Die Papiere gewannen bis zu zwei Prozent. Occidental Petroleum und Devon Energy kletterten um mehr als drei Prozent. Der Ölpreis legte am Tag nach dem Treffen der Opec-Staaten und ihrer Verbündeten um rund zwei Prozent zu.

Die Opec-Mitgliedsstaaten Irak und Kasachstan sagten Insidern zufolge zu, sich stärker an die vereinbarten Förderkürzungen zu halten. Das deutet darauf hin, dass die Förderung im Juli noch stärker zurückgefahren werden könnte.

Mit Agenturmaterial

Mehr: So lief der Handelstag an der Börse Frankfurt.

Kryptos als Anlage

Bitcoin ist als Anlageobjekt schwierig, da der Preis von vielen Faktoren abhängt,

die  manchmal nichts mit dem globalen Markttrend zu tun haben.

Große Aufmerksamkeit erlangte der Bitcoin  jedoch nicht nur durch seine Ambitionen als Parallelwährung, sondern vor allem durch die großen Preissprünge und die beinahe fantastischen Geschichten vom schnellen Reichtum. Eine davon schrieb der Unternehmer Tim Draper: Er erhielt den Großteil seines Kryptowährungs-Portfolios aus der Versteigerung beschlagnahmter Bitcoins. Im Jahr 2014 zahlte er 632 Dollar pro Einheit, insgesamt 18,96 Millionen Dollar für 30.000 Bitcoins. Ende 2017 schoss der Bitcoin-Kurs auf knapp 20.000 Dollar in die Höhe. Zu diesem Zeitpunkt war Drapers Portfolio 570 Millionen Dollar wert – eine Steigerung um das 30-Fache binnen drei Jahren.

Auf der anderen Seite erfüllt Bitcoin  alle Kriterien, die sich als Sicherung gegen die Inflation eignen. Bitcoin ist vertrauenswürdig, liquide,

portabel und verfügt auch über Kaufkraft.

Als Antwort  gegen die weltweite Seuche kaufen die meisten Zentralbanken Assets in Rekordsummen.

Die Staatsverschuldung erreicht in Folge dessen Spitzenwerte. Dies unterstreicht wie riskant die derzeitige monetäre Situation ist.

Krypto-Währungen sind hier eine gute Alternative.

Es wird viel davon abhängen, wie sich die globalen Märkte nach der Wiedereröffnung der Volkswirtschaften entwickeln.

Aber  eins ist sicher, Bitcoin und Co.werden gestärkt aus dieser Corona-Notlage hervorgehen.

Erdogan strebt 2020 Wachstum von 5 Prozent an

Recep Tayyip Erdogan

„Ich habe eine Allergie gegen Zinsen“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.


(Foto: AP)

Istanbul Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rechnet im kommenden Jahr mit einem kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung. „Wir werden definitiv eine Wachstumsrate von fünf Prozent vorsehen“, sagte Erdogan am Mittwochabend. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen rechnen im laufenden Jahr lediglich mit Stagnation.

Erdogan dringt zudem auf niedrigere Zinsen. „Ich habe eine Allergie gegen Zinsen“, sagte er. „Ich bin gegen hohe Zinsen.“ Die Zentralbank hatte ihren Leitzins im Juli von 24 auf 19,75 Prozent gesenkt, um mit billigerem Geld die Konjunktur anzukurbeln. „Jetzt wird der Leitzins weiter sinken“, sagte Erdogan.

Die türkische Wirtschaft kommt nach der Währungskrise wieder auf stabilere Beine. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs zwischen April und Juni um 1,2 Prozent zum Vorquartal und damit das zweite Vierteljahr in Folge. Dazu beigetragen haben die Exporte, die vom niedrigeren Lira-Kurs beflügelt wurden, der türkische Waren im Ausland billiger macht. Auch der Konsum lief besser als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahresquartal schrumpfte die Wirtschaft allerdings um 1,5 Prozent.

Der wirtschaftliche Boom in der Türkei endete im vergangenen Jahr durch die Währungskrise, die durch einen diplomatischen Streit mit den USA und Zweifeln an der Unabhängigkeit der Zentralbank ausgelöst wurde. Dadurch verlor die Landeswährung Lira im vergangenen Jahr fast ein Drittel ihres Wertes, was Importe für Unternehmen verteuert und die Kaufkraft der Verbraucher belastet.

Mehr: Der tschechische Ministerpräsident spricht nach einem Treffen mit Erdogan über ein Investitionsvorhaben von VW in der Türkei. Sein Land will offenbar kooperieren.

Unionsfraktion legt sich bei CO2-Preis fest

Unionsfraktionschef Brinkhaus mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch

Der Vorstand der Unionsfraktion führt verschiedene Überlegungen von CDU und CSU zusammen.



(Foto: dpa)

Berlin Die Unionsfraktion im Bundestag verständigt sich auf einen Kurs in der Klimaschutzpolitik. Wichtigstes Ziel: eine effiziente Bepreisung von Kohlendioxid (CO2).

Das geht aus einem Papier hervor, über das der Fraktionsvorstand bei seiner Klausur in Potsdam berät. Das Papier trägt den Titel „Gutes Klima. Starkes Deutschland“. Es lag dem Handelsblatt vorab vor und ist nun auf der Website der Fraktion zu finden.

In dem Papier heißt es, die Klimaschädlichkeit von CO2 sei im Preis bislang „nicht hinreichend abgebildet“. Im Bereich der Industrie und der Stromerzeugung bestehe mit dem Europäischen Emissionshandelssystem „eine wirksame CO2-Bepreisung“. Auch die bestehenden Steuern und Abgaben auf Energieträger stellten eine Bepreisung dar.

„Wir wollen diese weiterentwickeln, noch stärker auf die Erreichung unserer Klimaziele ausrichten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland sowie soziale Ausgewogenheit wahren“, heißt es in dem Papier weiter.

Preise müssten „die Wahrheit sagen über das klimaschädliche CO2“. Klar sei, „dass wir in Zukunft eine – gegebenenfalls zunächst nur nationale – effiziente CO2-Bepreisung brauchen“. Eine solche „Bepreisung in Form eines Zertifikatehandels hat den Vorteil, dass die Menge an ausgestoßenem CO2 effektiv begrenzt, die Klimaziele so mit marktwirtschaftlichen Methoden erreicht werden und so Innovationen angeregt werden“.

Damit führt der Vorstand der Unionsfraktion verschiedene Überlegungen, wie sie von CDU und CSU bereits in getrennten Papieren entwickelt worden waren, zusammen. Am Ende der Überlegungen könnte demnach ein zunächst nationaler Emissionshandel für die bislang nicht vom Europäischen Emissionshandelssystem erfassten Sektoren Verkehr und Gebäude stehen.

Klimakabinett tagt am 20. September

In den vergangenen Wochen waren auch andere Modelle erwogen worden, etwa eine CO2-Steuer, die beim Inverkehrbringen von fossilen Brennstoffen erhoben wird. Die Unionsfraktion gibt damit den Takt vor für das Klimakabinett, das am 20. September unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel tagt.

Der Fraktionsvorstand betont in seinem Papier, die geplanten Maßnahmen müssten „sozial ausgewogen sein“. Sie dürften nicht bestimmte Gruppen wie Bewohner des ländlichen Raums besonders treffen. Die Energiepreise müssten außerdem „bezahlbar bleiben und international wettbewerbsfähig sein“.

Außerdem müsse die Versorgungssicherheit gewährleistet sein, sonst sei erfolgreicher Klimaschutz nicht möglich. „Würden wir unsere Industrie in andere Länder vertreiben, wo sie in der Regel umweltschädlicher produzieren würde, so wäre dies sowohl für unsere Arbeitsplätze als auch für das Klima ein Desaster.“

Mehr: Prominente Unternehmer solidarisieren sich mit den Schülern von „Fridays for Future“. Am 20. September werden einige sogar ihre Niederlassungen schließen.

Vergleichsportal Check24 beantragt eine Banklizenz

Check24

Das Unternehmen hat schon vor geraumer Zeit die Ebene des reinen Vergleichsportals verlassen.


(Foto: imago/Ralph Peters)

München Als Vergleichsportal ist Check24 allgegenwärtig. Dank riesigem Werbeetat ist der Bekanntheitsgrad enorm. Ab dem kommenden Jahr könnte sich dem rund 20 Jahre alte Münchener Unternehmen dadurch strategisch neue Möglichkeiten ergeben. Dazu hat Check24 vor wenigen Wochen bei der Börsenaufsicht Bafin eine Banklizenz beantragt. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage. Zuerst hatte das Portal Finanz-Szene.de darüber berichtet.

Läuft alles nach Plan, dann rechnen die Verantwortlichen bei Check24 im kommenden Jahr mit einem positiven Bescheid der Bonner Behörde. Für das Vergleichsportal eröffneten sich damit neue Möglichkeiten.

Schon vor geraumer Zeit hatte Check24 die Ebene des reinen Vergleichs bei Finanzprodukten, Reisen, Energie- und Telekom-Tarifen verlassen und ist speziell im Finanzbereich mit eigenen Produkten am Markt aufgetreten. Dazu zählen hauseigene Kredite oder Angebote bei Tagesgeld. Doch mangels eigener Banklizenz hatte das Unternehmen hierbei bis dato stets mit Partnerbanken zusammenarbeiten müssen. Das soll sich nun ändern.

Allerdings wolle man künftig keineswegs als Konkurrent zu etablierten Banken auftreten, betonte ein Sprecher. Denn dabei bestünde die Gefahr, diese Kunden, deren Produkte via Vergleichsportal gegen eine Provision vermittelt werden, zumindest zu verärgern.

Stattdessen versteht Check24 seine künftige „C24 Bank“ als offene Plattform, auf der viele Banken ihre Produkte anbieten können. Intern betrachtet man das als Gegenmodell zu den geschlossenen Systemen der Banken und Sparkassen, die vor allem aus eigenen Produkten bestehen.

Trotz der erweiterten Möglichkeiten betont man bei Check24, dass eine Banklizenz nur die Erweiterung der geschäftlichen Aktivitäten bedeutet. Dessen Kern bestehe weiter aus dem Vergleich von Produkten.

Ähnlicher Weg wie Wirecard

Strategisch eröffnet der Schritt in Richtung einer eigenen Banklizenz dem Unternehmen dennoch völlig neue Möglichkeiten. Die Ansprüche von der Bankenaufsicht Bafin werden bei Check24 allerdings zu erhöhten Anforderungen und einem Ausbau der hauseigenen Compliance-Abteilung führen. Auf der Gegenseite wäre man dann bei der Auflegung neuer Finanzprodukte nicht mehr auf Partnerbanken angewiesen.

Einen ähnlichen Weg ging vor über einem Jahrzehnt bereits der Finanzdienstleister Wirecard, als er die Lizenz einer kleinen Wertpapierhandelsbank aus dem Rheinland übernahm. Damals wurde dieser Schritt in dem technologielastigen Unternehmen teils mit Unverständnis quittiert, heute betrachtet man ihn als Alleinstellungsmerkmal, das das starke Wachstum bis zum Dax-Konzern erst ermöglicht hat. Erst recht, weil die Außendarstellung über eine eigene Banklizenz eine völlig andere ist.

Zwar lassen sich die Geschäftsmodelle von Check24 und Wirecard kaum vergleichen, aber auch das Vergleichsportal, das noch immer als GmbH mit fünf Geschäftsführern firmiert, will in neue Bereiche vorstoßen. Die erhoffte Banklizenz soll dabei nicht nur das Geschäft mit Finanzprodukten unterstützen. Unter der neuen Kategorie „Profis“ können sich beispielsweise Interessierte seit geraumer Zeit die Dienste von Alleinunterhaltern, Caterern oder Braut-Stylisten sichern. Die Zahlungsabwicklung läuft dann über Check24. Nur eben bisher hier über eine Partnerbank.

Mehr: Das Start-up Gonetto bringt ein Vergleichsportal mit provisionsfreien Versicherungstarifen auf den Markt. Damit greift es Chec24 an.

Finance Briefing

Streit um „Bio“-Label für Mineralwasser geht in höhere Instanz

Mineralwasser

Gesetzlichen Vorgaben für die Vergabe eines „Bio“-Siegels fehlen.



(Foto: dpa)

Frankfurt Der juristische Streit um verschiedene „Bio“-Label für Mineralwasser geht weiter. Nach einer weitgehenden Niederlage vor dem Landgericht Frankfurt kündigte der Getränkehersteller Neumarkter Lammsbräu Berufung gegen die Entscheidung an.

Die Franken hatten im Namen der „Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser“ dem Konzern Danone sowie dem Institut Fresenius die Verwendung des Begriffes „Bio“ beim Markenwasser „Volvic“ verbieten lassen wollen.

Das Gericht lehnte die Anträge aber im Wesentlichen ab, weil es keine gesetzlichen Vorgaben für Bio-Mineralwasser gebe. Der Anforderung des Bundesgerichtshofs, dass Kunden bei Bio-Produkten eine höhere Qualität erwarten dürften, werde durch die Kontrollverfahren entsprochen, erläuterte eine Justizsprecherin.

„Mit diesem Urteil stärkt das Gericht unseren ganzheitlichen und wissenschaftlich fundierten Prüfansatz für Bio-Qualität von Natürlichem Mineralwasser“, erklärte Sebastian Rau, Mineralwasserexperte des SGS Instituts Fresenius. Er kündigte an, dass das Siegel „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ ab September bei einem weiteren Produkt der Firma riha WeserGold verwendet werde.

Lammsbräu-Chef Johannnes Ehrnsperger zeigte sich in einer Mitteilung zu weiteren Prozessen entschlossen: „Wir sind aus der Vergangenheit schon gewohnt, dass es beim Schutz der Verbraucher und der Bioprinzipien vor Gericht öfter in die nächste Instanz gehen muss.“ Auch die Qualitätsgemeinschaft berichtete von Brunnen, die sich ihr in jüngster Zeit angeschlossen hätten.

Mehr: Die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens in einer notleidenden Branche geht weiter: Johannes Ehrnsperger ist nun alleiniger Chef von Lammsbräu.

McKinsey: Deutschland verfehlt Ziele der Energiewende

Energiewende in Deutschland

Trotz der bescheidenen Fortschritte bei der Energiewende drohen laut McKinsey nun Probleme bei der Stromversorgung.



(Foto: dpa)

Düsseldorf Deutschland verfehlt nach einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey weitgehend die Ziele für die Energiewende. Gleichzeitig sei die Sicherheit der Energieversorgung nach dem Ausstieg aus Atomenergie und Kohle in Gefahr, heißt es im aktuellen McKinsey-Energiewendeindex, der am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlicht wurde.

Danach lagen die deutschen CO2-Emissionen im vergangenen Jahr mit 866 Millionen Tonnen um 116 Millionen Tonnen über dem angepeilten Ziel für 2020. Setze sich die Entwicklung im gleichen Tempo fort wie bisher, so würden die Ziele für 2020 mit acht Jahren und für 2030 mit 16 Jahren Verspätung erreicht. Die bisherigen Einsparungen seien fast ausschließlich bei der Stromerzeugung sowie zum geringeren Teil im Heizsektor erreicht worden, während Verkehr und Industrie mehr CO2 erzeugten.

Trotz der bescheidenen Fortschritte drohen laut McKinsey nun Probleme bei der Stromversorgung. „In den nächsten zehn Jahren gehen rund 43 Prozent der gesicherten Leistung vom Netz“, sagte Experte Thomas Vahlenkamp.

Bis 2030 würden 17 Gigawatt zusätzliche Kapazitäten benötigt, um die Stilllegungen auszugleichen und Schwankungen abzufedern – das wären fast 5000 der heute an Land üblichen 3,5-Megawatt-Anlagen.

Sonst könnten ab Mitte des Jahrzehnts erste Engpässe auftreten, die sich bis 2030 verschärfen könnten. Um die Risiken zu vermeiden, müssten nicht nur die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut, sondern auch neue flexible Kraftwerke errichtet oder vorhandene Kraftwerke als Reserve erhalten werden.

Mehr: Die Regierungsparteien scheuen die Konfrontation mit Klimaleugnern und Gegnern der Energiewende. Dabei wäre es ihre Aufgabe, für den Wandel zu werben.

Bahn-Kunden müssen aus dem Ausland per Lastschrift zahlen dürfen

Deutsche Bahn

Bislang hatte der Konzern Lastschriftzahlungen aus dem Ausland nicht akzeptiert.



(Foto: dpa)

Luxemburg Die Deutsche Bahn darf Kunden mit einem Wohnsitz außerhalb Deutschlands nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes nicht verbieten, online gekaufte Tickets per Lastschriftverfahren zu bezahlen. Wenn diese Zahlungsart zugelassen sei, dürfe nicht vorgeschrieben werden, in welchem Land dieses Konto geführt werde, entschied der EuGH am Donnerstag in Luxemburg (Rechtssache C-28/18).

Hintergrund ist eine Klage österreichischer Verbraucherschützer gegen die Deutsche Bahn. Sie machen geltend, dass ein Unternehmen dem Verbraucher beim Sepa-Lastschriftverfahren nach EU-Recht nicht vorschreiben dürfe, in welchem Land er sein Konto zu führen habe. Dadurch, dass die Bahn ihren Kunden jedoch vorschreibe, dass sie ihren Wohnsitz für diese Art der Zahlung in Deutschland haben müssen, schreibe sie implizit auch vor, dass das Konto dort sein müsse.

Der EuGH folgte dieser Argumentation nun. In dem Fall spiele es keine Rolle, wenn Verbraucher auch andere Zahlungsarten wie Kreditkarten oder Paypal nutzen könnten. Er wies zudem darauf hin, dass Unternehmen das Bezahlen per Lastschrift nicht anbieten müssten. Wenn sie es aber täten, dürften sie diese – entgegen der Auffassung der Bahn – nicht an Voraussetzungen knüpfen.

Im Euro-Zahlungsraum Sepa („Single Euro Payment Area“) wird nicht mehr zwischen grenzüberschreitenden und nationalen Zahlungen unterschieden. Das Verfahren ist für Euro-Zahlungen in den 28 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco, San Marino und der Schweiz nutzbar. Online-Bankgeschäfte sollen dabei innerhalb eines Arbeitstages abgewickelt werden.

Mehr: In seinem Buch über die Deutsche Bahn stellt Journalist Arno Luik die richtigen Fragen. Doch Allgemeinplätze und Halbwissen machen ihn unglaubwürdig.

Finance Briefing

Five things to watch for in Democratic debates

Elizabeth Warren and Cory BookerImage copyright
Getty Images

Image caption

Elizabeth Warren and Cory Booker

The first Democratic debates are like the opening round of a golf tournament. There’s no way to win the prize right now, but plenty of ways to lose it for good.

The candidates, their visions and their plans will be put in the crucible on Wednesday and Thursday night. There will be more tests to come, but this is the first real chance to see how they hold up under pressure.

Here are five things to keep in mind as we settle in for the opening volleys of what is going to be a very long campaign season.

Big night for Warren

While the second debate night is getting most of the press, the first presents an interesting opportunity for the participants. Elizabeth Warren is the hot candidate right now, but this isn’t the World Cup. There are no easy draws. The other candidates will have plenty of chances to make an impression in the two-hour proceedings.

Unlike the Republican “kids’ table” debates four years ago that were largely ignored, the national media will be covering the event in full and looking for storylines beyond “Warren has plans”.

That’s an open door for Cory Booker, Amy Klobuchar and Julian Castro to find the spark that’s been missing from their campaigns so far. Beto O’Rourke could recapture the magic from his 2018 Senate bid. Bill de Blasio might show he’s more than just a New York tabloid punching bag. Washington Governor Jay Inslee will have a national audience for his climate-change pitch, as will Tulsi Gabbard for her visions of world peace and Tim Ryan for his blue-collar Ohio populism. John Delaney… will also be there.

The shelf life for buzz from the first debate will be short – but a night of good press is better than none at all.

Bernie v Biden

This has been the marquee matchup ever since the debate line-ups were first announced. Joe Biden is the undisputed front-runner for the Democratic nomination at this point. Bernie Sanders was the runner-up in 2016 and posted the biggest fund-raising numbers in the first three months of 2019 (before Biden entered the race).

Both candidates are also the only ones on stage who have presidential campaign experience and know what it’s like to be in one of these multi-candidate scrums.

Image copyright
Getty Images

Image caption

Sanders and Biden

It seems all but certain that there will be fireworks between the two septuagenarians. The Vermont senator will try to portray the former vice-president’s calls for moderation and bipartisanship as woefully out-of-step with the current mood of the Democratic Party and an ineffective way to motivate core voters. Biden will counter that Sanders is too extreme and his proposals are unrealistic.

It could all be eerily reminiscent of the 2016 face-offs between Sanders and Hillary Clinton – only this time, there will be a crowd of other candidates waiting to get in on the action. Biden could get pummelled because he’s at the top of the pack. Sanders may face sharp attacks from the centrists in the field. Both are susceptible to generational attacks from the younger candidates

It’s an unstable dynamic that could turn into a feeding frenzy if there’s blood in the water.

Yang-mentum

Eighteen current and former political officeholders are debating in Miami this week. Then there’s businessman Andrew Yang and self-help author Marianne Williamson. They had enough support to meet both of the Democratic National Committee’s debate criteria, while a current governor (Steve Bullock), congressman (Seth Moulton) and mayor (Wayne Messam) are left to watch from the sidelines.

Now Yang and Williamson have a chance to prove their inclusion is deserved, and not just an embarrassing flub by the debate organisers.

Of the two non-politicians, Yang may have the most potential. He’s an affable tech entrepreneur with a big idea – a universal basic income – that lends itself to easy soundbites in a crowded field. He’s built a loyal following through online advertising and non-traditional media appearances, so clearly his message resonates with some.

Williamson has ignited controversy with her recent comments comparing government vaccination requirements to abortion bans – a view that not only runs counter to scientific consensus but also has angered abortion rights advocates. The former spiritual adviser to Oprah Winfrey may have her own devoted fans, but on the eve of the debate she’s making headlines for all the wrong reasons.

Who will take on Trump?

What’s the big issue?

The moderators will try to cover a wide range of issues over the course of two nights. Something to keep an eye on through both debates, however, are the topics candidates talk about when given a choice.

Warren, of course, has a plan for almost everything – but what does she push the hardest? Sanders just made student loan forgiveness his most ambitious proposal to date. Does that mean he will focus on education, or will he return to his old standby, income inequality?

Inslee will talk about climate change, of course. O’Rourke seems to find his strongest voice on immigration, while Kirsten Gillibrand highlights women’s issues and Biden pushes help for the middle-class. Will anyone mention slavery reparations, a hot topic in Congress last week? Or how about Iran, the latest foreign policy crisis?

Four hours of debating over two nights won’t necessarily reveal what Americans think is important, but it could offer clues about what the candidates think Americans think is important.

The man who isn’t there

Donald Trump will be on a plane to the G20 summit in Japan by the time the first debate starts, but his presence will be felt by everyone on the stage. Polls show Democratic voters above all else went a nominee who is able to go head-to-head with the president and win. That means being able to withstand his acrimonious style of campaigning, the nicknames, the derisive tweets and his uncanny ability to dominate the news cycle.

This week will be their first big chance to show they know how to take a punch and, perhaps, land a few on the president. But where do they aim? Foreign policy, immigration, the environment and presidential demeanour could all be appealing targets, but the candidates are going to have to decide where best to spend their limited time.

Impeachment has proven to be a big applause line for candidates like Elizabeth Warren, Kamala Harris and Cory Booker. When the topic comes up, will the other candidates get caught up in the frenzy or preach caution?

Mr Trump may not have time to watch the debates live, but the cable-news junkie will be paying attention to how it’s covered. If he decides to engage some of his potential opponents after the fact, it could be an opportunity for them to hold the post-debate spotlight – for better or for worse. And if he or she ends up the Democratic nominee, it will only be a taste of things to come.

Read more about the other candidates

San Francisco bans e-cigarette sales

Man smoking with vape penImage copyright
Boston Globe via Getty Images

San Francisco has become the first US city to ban sales of e-cigarettes until their health effects are clearer.

Officials on Tuesday voted to ban stores selling the vaporisers and made it illegal for online retailers to deliver to addresses in the city.

The Californian city is home to Juul Labs, the most popular e-cigarette producer in the US.

Juul said the move would drive smokers back to cigarettes and “create a thriving black market”.

San Francisco’s mayor, London Breed, has 10 days to sign off the legislation, but has indicated she will. The law would begin to be enforced seven months from that date, although there have been reports firms could mount a legal challenge.

Anti-vaping activists say firms deliberately target young people by offering flavoured products. Not only is more scientific investigation into the health impact needed, critics say, but vaping can encourage young people to switch to cigarettes.

Earlier this year the US Food and Drug Administration (FDA), the national regulator, issued proposed guidelines giving companies until 2021 to apply to have their e-cigarette products evaluated.

A deadline had initially been set for August 2018, but the agency later said more preparation time was needed.

San Francisco’s City Attorney, Dennis Herrera, who campaigned for a ban, praised the move and said it was necessary because of an “abdication of responsibility” by the FDA in regulating e-cigarettes.

Media playback is unsupported on your device

Media captionSmoking v vaping: Watch lab test results

According to the US Centers for Disease Control and Prevention, the number of US teenagers who admitted using nicotine products rose about 36% last year, something it attributed to a growth in e-cigarette use.

Under federal law, the minimum age to buy tobacco products is 18 years, although in California and several other states it is 21.

Image copyright
Getty Images

Juul previously said it supported cutting vaping among young people but only in conjunction with tougher measures to stop them accessing regular cigarettes.

The company’s small device, just longer than a flash drive, has about 70% of the US vaping market.

San Francisco’s ban would “drive former adult smokers who successfully switched to vapor products back to deadly cigarettes”, said Juul spokesman Ted Kwong. It would also stop adult smokers switching and create a “thriving black market”.

“We have already taken the most aggressive actions in the industry to keep our products out of the hands of those underage and are taking steps to do more.”

Traditional tobacco products will “remain untouched by this legislation, even though they kill 40,000 Californians every year,” he said.

Juul, 35%-owned by Marlboro maker Altria Group, has already withdrawn popular flavours such as mango and cucumber from retail stores and closed its social media channels on Instagram and Facebook.

« Ältere Beiträge

© 2020 Geld-mit-Krypto.de

Theme von Anders NorenHoch ↑

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial
RSS
Follow by Email