Kategorie: Finanzen (Seite 1 von 16)

Game Stop

Der von Kleinanlegern ausgelöste Sturm auf die Aktie des Videospielverkäufers Gamestop schlägt immer höhere Wellen. Während die Papiere innerhalb weniger Wochen um sagenhafte 1700 Prozent in die Höhe schnellten, türmen sich bei institutionellen Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, Verluste in Milliardenhöhe.

So soll allein der Hedgefonds Melvin Capital im Januar rund die Hälfte seines verwalteten Vermögens verloren haben, berichtet das “Wall Street Journal”. Von acht Milliarden Dollar seien am Monatsende nur noch 4,5 Milliarden übrig geblieben. Melvin verdient sein Geld mit Spekulationen auf fallende Kurse. Der Hedgefonds gilt damit als einer der größten Verlierer der Marktturbulenzen der vergangenen Wochen.

Müssen die Hedgefonds Aktien verkaufen?

Weil auch andere Hedgefonds von dem steilen Kursplus der Gamestop-Aktien betroffen sein dürften, geht nun die Angst vor einem allgemeinen Aktiencrash um. Insidern zufolge könnten sich die Verluste der Hedgefonds auf 20 Milliarden Dollar belaufen, so das “Wall Street Journal”. Wenn nämlich die Fonds gezwungen sein könnten, Aktien und andere Long-Positionen zu verkaufen, um ihre Verluste bei Gamestop zu decken, drohten auch die Kurse von unbeteiligten Unternehmen einzubrechen – was einen Flächenbrand auslösen könnte, so die Warnung von Experten.

“Da an den modernen Finanzmärkten alles eng ineinander greift, kann das Herausspringen von zu vielen Rädchen dazu führen, dass das Gesamtsystem nicht mehr richtig funktioniert”, fürchtet Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Solange die Unsicherheit bestehe, dürften sich viele Investoren nicht mehr aufs Parkett wagen.

Gold am Scheideweg

Dezember 2020. Der Goldpreis ist auf ein wichtiges technisches Unterstützungslevel gerutscht. Mit aktuell rund 1.815 US-Dollar je Feinunze handelt das Edelmetall nur noch knapp oberhalb der psychologisch und charttechnisch wichtigen Marke von 1.800 US-Dollar. Bereits im Frühjahr und bis in den Juli hinein stellte der Kursbereich zwischen 1.780 und 1.800 US-Dollar je Feinunze einen gewaltigen Widerstand gegen steigende Goldnotierungen dar. Als dieser im Juli endlich nachhaltig überwunden wurde, zog der Goldpreis wie an der Schnur gezogen bis rund 2.100 US-Dollar je Feinunze nordwärts. Der aktuelle Rücksetzer auf das frühere Ausbruchsniveau bietet mittel- und langfristig orientierten Anlegern eine willkommene Einstiegsgelegenheit.

Auslöser der aktuellen Goldpreiskorrektur ist vor allem die durch die Impfstoff-Hoffnungen neu entfachte Risikobereitschaft der Anleger an den Aktienmärkten. Der Dow Jones Index kletterte in dieser Woche erstmals in der Geschichte über die Marke von 30.000 Punkten. Die Nachrichten um möglichst bald verfügbare Impfstoffe schüren weltweit Hoffnungen, dass die Corona-Krise bald überwunden ist und die Konjunktur dann wieder spürbar anzieht. Das Edelmetall verliert in solchen Situationen naturgemäß seinen Status als „sicherer Hafen“.

Doch wie lange es dauern wird, die Krise zu überwinden, ist unbekannt. Die aktuellen Wirtschaftsdaten, vor allem aus den USA, wo die Zahl der Neuinfektionen und die der Krankenhausbelegungen von Tag zu Tag immer gravierendere Ausmaße annimmt, sprechen keinesfalls für eine schnelle Belebung der Wirtschaft. Doch selbst wenn dies gelingen sollte, dürfte schon bald von Inflation die Rede sein. Die massiven Unterstützungs- und Konjunkturprogramme von Regierungen und Notenbanken spülen massiv Liquidität in den Markt. Zieht die Wirtschaft und später auch die Inflation an, dürfte Gold als Schutz vor Geldentwertung erneut gesucht werden. Quelle: Stefan Ziermann, Fuchs-Kapital

FAZIT GOLD

Der Goldpreis ist an einem wichtigen technischen Unterstützungslevel angekommen. Mittel- und langfristig orientierte Anleger nutzen den Rücklauf und bauen Gold-Positionen auf oder aus.

Keine Rezession in China – Wachstum für 2020 erwartet

Tokio, Berlin Die chinesische Wirtschaft wird in diesem Jahr einer Prognose der Zentralbank des Landes zufolge um rund zwei Prozent wachsen. Das wäre deutlich weniger als in den Vorjahren. Trotzdem würde die Volksrepublik damit wesentlich besser abschneiden als viele andere Länder auf der Welt, die stärker von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. „Die chinesische Wirtschaft bleibt robust und mit großem Potenzial”, sagte Notenbank-Gouverneur Yi Gang am Sonntag.

In China war das Coronavirus zuerst aufgetreten, wurde aber mit drastischen Einschränkungen des Staates auch früher unter Kontrolle gebracht. Von der Erholung im Reich der Mitte werde auch die Weltwirtschaft profitieren, so der Notenbank-Gouverneur.

In der Nacht zu Montag sollen Daten für das dritte Quartal veröffentlicht werden. Experten rechnen beim Bruttoinlandsprodukt mit einem Wachstum von 5,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Mehr: „Tiefe Wunde der Rezession“: IWF erwartet Rückschläge für die Weltkonjunktur.

Gold ist immer noch die beste Katastrophen-Versicherung

Die Wahl 2020 nahm am Freitag eine überraschende Wendung, als Präsident Trump und First Lady Melania Trump bekannt gaben, dass beide positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Die Nachricht schickte Schockwellen durch den Markt. Das ist ein weiterer Grund dafür, sicherzustellen, dass Sie einen Spielplan haben, um mit volatilen Zeiten wie diesen umzugehen.

Regelmäßige Leser der Daily wissen, dass ein Teil unserer Strategie darin besteht, etwas Gold als Absicherung gegen wacklige Märkte zu besitzen. Aus diesem Grund übergeben wir heute die Zügel an meinen Freund und Kollegen Dave Forest.

Dave ist ein weltenbummlender Geologe, dessen Erkundungen ihn von der Entdeckung massiver Goldvorkommen in Kolumbien bis hin zum Kampf gegen die Landsauger in Laos geführt haben. Aber er hat auch einen Hintergrund im Bergbaugeschäft – einschließlich der Arbeit vor Ort und der Leitung der Show als Bergbau-Führungskraft. Es lohnt sich also, sich anzuhören, was er über Gold zu sagen hat.

Im Folgenden schlüsselt er auf, warum Sie Gold besitzen wollen, wenn die Volatilität zunimmt… und wie Sie diese Krise in eine Gelegenheit zum Profitieren verwandeln können…

Gold ist immer noch die beste Katastrophenversicherung
Von David Forest, Herausgeber, Strategischer Investor

Im August erreichte der Goldpreis mit rund $ 1.914 je Unze sein Allzeithoch und schoss schnell über $ 2.000 hinaus.

Aber ich glaube, wir befinden uns erst am Anfang einer historischen Goldhausse.

Es gibt viele Gründe, warum ich glaube, dass das Edelmetall zu neuen Höchstständen aufsteigen wird.

Erstens, in dem Versuch, den Wahnsinn des Marktes zu überspielen, setzen die Feds weiterhin eine Welle des Gelddruckens in Gang, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.

Seit dem Marktcrash im März hat die US-Notenbank 3 Billionen Dollar in neue Geldmengen gepumpt. Es kommt noch mehr.

Intuitiv gesehen sollte erfundenes Geld keine wirklichen wirtschaftlichen Probleme lösen. Aber 2008 hat es funktioniert. Und es könnte uns auch durch die gegenwärtige Krise bringen.

Bald ein digitaler Euro?

Die EZB-Präsidentin, Christine Lagarde sagte bei der gemeinsamen deutsch-französischen Parlaments-Versammlung, dass herkömmliche FIAT-Währungen in der Zukunft des Finanzwesens weiterhin eine sehr wichtige Rolle spielen werden.

In dem immer digitaler werdenden Finanzumfeld sieht Lagarde die digitale Währung als strategisches Mittel zur Wahrung der Souveränität des EU-Zahlungssystems.

Sie erklärte, dass von der Europäischen Union entwickelte CBDC trotzdem kein Ersatz für den Euro sei. Ein digitaler Euro könnte das traditionelle Geld aber „ergänzen“. Aktuell untersucht die Bank „die Vorteile, Risiken und operativen Herausforderungen“ einer digitalen Währung der EZB.

„Ein digitaler Euro könnte Bargeld ergänzen und nicht ersetzten“, sagte Lagarde. „Es könnte eine Alternative zu privaten digitalen Währungen darstellen und sicherstellen, dass Staatsgelder im Zentrum der europäischen Zahlungssysteme bleiben.“

Lagarde ist ein Verfechter der Digitalisierung des Euro. Im vergangenen September sagte sie, dass sie die Anpassung der europäischen Institution an den sich wandelnden Finanzbereich sicherstellen werde.

Zahl der Arbeitslosenanträge in den USA steigt überraschend

Geschlossener Friseursalon in den USA

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten leidet weiter unter den Folgen der Coronakrise.


(Foto: AP)

Washington Auf dem US-Arbeitsmarkt zeichnet sich keine grundlegende Erholung von der Corona-Krise ab. Insgesamt stellten vorige Woche 870.000 Amerikaner einen Erstantrag auf staatliche Arbeitslosenhilfe, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 840.000 gerechnet, nachdem es in der Woche zuvor noch 866.000 waren. Die Zahl der Anträge auf staatliche Stütze bleibt damit etwa viermal so hoch wie zu Jahresbeginn – vor Ausbruch der Corona-Krise.

Die US-Notenbank Fed hat deshalb einen Strategieschwenk vollzogen, um ihrem Ziel Vollbeschäftigung künftig wieder näher zu kommen. Davon ist die weltgrößte Volkswirtschaft nach dem herben Einbruch infolge der Pandemie meilenweit entfernt, obgleich die Arbeitslosenquote im August überraschend auf 8,4 Prozent gesunken war. Die Fed erwartet für das Jahresende eine Quote von 7,6 Prozent. Von den in der Corona-Rezession verloren gegangenen 22 Millionen Jobs wurden bislang nur etwa die Hälfte zurückgewonnen.

Mehr: Bei den US-Wahlen kommt es diesmal auf den Verlierer an

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