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heute Abend wird es spannend, dann beginnt offiziell die Roadshow Rennen um den CDU-Vorsitz: In Lübeck findet die erste Regionalkonferenz statt, auf der sich die Kandidaten vorstellen. Sieben weitere Sitzungen von Halle über Böblingen bis Bremen werden folgen. Es wird einen echten Wettstreit geben, ein Ringen um Persönlichkeiten und Positionen. Wer kann überzeugen?


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Heft 46/2018

Was Friedrich Merz mit Deutschland vorhat

Der Ausgang ist wirklich offen. Ob am Ende Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz an die Spitze der CDU gewählt werden; ob Jens Spahn vielleicht doch noch eine Chance hat – darüber gibt es nur Spekulationen. Im besten Fall wird in offenem demokratischen Wettstreit entschieden, ohne Absprachen und Hinterzimmergeschacher. Vielleicht zeichnet sich in den nächsten Wochen eine Tendenz ab, es ist aber auch gut möglich, dass sogar zu Beginn des CDU-Parteitags am 7. Dezember noch nicht klar ist, wer am Ende das Rennen macht. Dann kommt die Dynamik des Parteitags ins Spiel, die Reden der Kandidaten. Das alles ist gut gegen Politikverdrossenheit und Demokratiekrise.

Es dürfte ein denkwürdiger Parteitag werden in Hamburg, ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik. Denn die Delegierten werden nicht nur über den CDU-Vorsitz entscheiden, sondern vermutlich auch über Deutschlands nächste Kanzlerin oder den nächsten Kanzler. Das gab es noch nie. Als Rainer Barzel sich 1971 in einer Kampfkandidatur gegen Helmut Kohl durchsetzte, war und blieb die Union in der Opposition. Doch wer am 7. Dezember gewählt wird, folgt mit großer Wahrscheinlichkeit Angela Merkel im Kanzleramt.

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Brexit-Wirren

Theresa May hat für das Ergebnis ihrer Brexit-Verhandlungen nur mit größter Mühe die Zustimmung des eigenen Kabinetts bekommen, das lässt für die Abstimmung im britischen Parlament nichts Gutes erwarten. Wie es weitergeht, wenn das Unterhaus Mays Plan ablehnt, weiß niemand so genau. Ein harter Brexit, ein neues Referendum, Neuwahlen? Dann gebe es Chaos, heißt es. Früher gab es für solche Zeiten den Begriff der “Wirren“. Das waren chaotische Zustände in fernen Weltgegenden, die Kongo-Wirren in den Sechzigerjahren etwa oder die Smuta – Zeit der Wirren – im Russland des 16. Jahrhunderts. Jetzt sind sie bei uns angekommen.

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FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

“Kann eigentlich auch ein Mann Bundeskanzlerin werden?” Diese Frage ist mittlerweile schon fast sprichwörtlich geworden. Das Copyright, das will ich hier nur mal kurz festhalten, nehme ich für meine Tochter in Anspruch. Vor mehr als neun Jahren, im Sommer 2009 kurz vor Merkels erster Wiederwahl, habe ich eine Geschichte darüber recherchiert, wie selbstverständlich das mittlerweile geworden ist: eine Frau als deutsche Regierungschefin. Zum Ende des Artikels zitierte ich meine damals siebenjährige Tochter mit genau dieser Frage. Schauen Sie in die Archive! Sie hat es zuerst gefragt.

Verlierer des Tages…

… sind wir, meine Familie und ich, Besitzer eines Dieselautos. Heute entscheidet ein Gericht über Fahrverbote in zwei weiteren Städten: Essen und Gelsenkirchen, das sind Nummer 9 und 10 nach Hamburg, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Aachen, Mainz, Köln und Bonn. Auf unsere Beschwerde antwortete der VW-Konzern lakonisch, dass “der in Ihrem Fahrzeug eingebaute Dieselmotor vom Typ EA189” bereits überarbeitet worden sei. Mit freundlichen Grüßen… Seitdem fährt unser Auto langsamer, verbraucht mehr Sprit und darf immer noch nicht in die Fahrverbotszonen.

Die jüngsten Meldungen aus der Nacht

Die SPIEGEL+-Empfehlungen für heute

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Tag.

Herzlich,
Ihre Christiane Hoffmann

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