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Am Dienstagabend startete vom Frankfurter Flughafen ein Abschiebe-Flug in die afghanische Hauptstadt Kabul. An Bord der gecharterten Boeing 767 befanden sich 14 Afghanen aus dem gesamten Bundesgebiet. Überwiegend soll es sich um verurteilte Straftäter handeln.

Zunächst gab es von offizieller Seite keine Bestätigung. Aber ein Fotograf der Agentur „DPA“ beobachtete die Ankunft mehrerer junger Männer am Flughafen in Begleitung von Bundespolizisten, einige mit Hand- und Fußfesseln.


Die Maschine einer britischen Chartergesellschaft steht auf dem Flughafen Frankfurt für einen Abschiebeflug nach Afghanistan bereit
Die Maschine einer britischen Chartergesellschaft steht auf dem Flughafen Frankfurt für einen Abschiebeflug nach Afghanistan bereitFoto: Boris Roessler / dpa

Behördenvertreter in Afghanistan hatten am Montag bestätigt, dass sie eine Ankunft am Mittwochmorgen in Kabul erwarteten. In der afghanischen Hauptstadt sollte die Maschine gegen 6.20 Uhr eintreffen.

Seit Dezember 2016 wurden bisher 425 Männer in 18 Sammelabschiebungen nach Afghanistan zurückgebracht.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl nannte eine Weiterführung von Abschiebungen nach Afghanistan in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung unverantwortlich. Angesichts weiterer großer Anschläge in den vergangenen Wochen in der Hauptstadt Kabul oder mehrerer Entführungen auf Überlandstraßen würden die Risiken für Abgeschobene immer größer.

Am Dienstagabend hatten mehrere Initiativen am Frankfurter Flughafen gegen Sammelabschiebungen nach Afghanistan protestiert.

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