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Der von Kleinanlegern ausgelöste Sturm auf die Aktie des Videospielverkäufers Gamestop schlägt immer höhere Wellen. Während die Papiere innerhalb weniger Wochen um sagenhafte 1700 Prozent in die Höhe schnellten, türmen sich bei institutionellen Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, Verluste in Milliardenhöhe.

So soll allein der Hedgefonds Melvin Capital im Januar rund die Hälfte seines verwalteten Vermögens verloren haben, berichtet das “Wall Street Journal”. Von acht Milliarden Dollar seien am Monatsende nur noch 4,5 Milliarden übrig geblieben. Melvin verdient sein Geld mit Spekulationen auf fallende Kurse. Der Hedgefonds gilt damit als einer der größten Verlierer der Marktturbulenzen der vergangenen Wochen.

Müssen die Hedgefonds Aktien verkaufen?

Weil auch andere Hedgefonds von dem steilen Kursplus der Gamestop-Aktien betroffen sein dürften, geht nun die Angst vor einem allgemeinen Aktiencrash um. Insidern zufolge könnten sich die Verluste der Hedgefonds auf 20 Milliarden Dollar belaufen, so das “Wall Street Journal”. Wenn nämlich die Fonds gezwungen sein könnten, Aktien und andere Long-Positionen zu verkaufen, um ihre Verluste bei Gamestop zu decken, drohten auch die Kurse von unbeteiligten Unternehmen einzubrechen – was einen Flächenbrand auslösen könnte, so die Warnung von Experten.

“Da an den modernen Finanzmärkten alles eng ineinander greift, kann das Herausspringen von zu vielen Rädchen dazu führen, dass das Gesamtsystem nicht mehr richtig funktioniert”, fürchtet Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Solange die Unsicherheit bestehe, dürften sich viele Investoren nicht mehr aufs Parkett wagen.

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