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Saarbrücken – Schlechte Nachricht für den Einzelhandel: Ein Viertel der Deutschen will seine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr online einkaufen. Das geht aus einer Umfrage von „Mentefactum“ und der „Initiative für das Gewerbe nebenan“ hervor.

Mit fatalen Folgen: Laut Handelsverband mussten zwischen 2012 und 2017 11 000 Läden dicht machen. Bis 2020 rechnet der Deutsche Städte- und Gemeindebund mit 50 000 weiteren Schließungen.

WAS BEDEUTET DAS FÜRS SAARLAND?

Fabian Schulz (54), Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands: „Die 25 % schocken mich gar nicht. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass 75 % in den Geschäften vor Ort einkaufen.“ Sein Tipp für die Händler: „Wir müssen unseren Vorteil nutzen, z. B. Weih­nachts­atmos­phäre schaffen. Das kriegt der Online-Anbieter nämlich nicht hin.“

UNERSCHÜTTERLICHER OPTIMISMUS ODER DAS PFEIFEN IM WALDE?

Michael Genth (47), Vorsitzender des Saarbrücker Handelsverbands: „Man muss ein Einkaufserlebnis bieten. Mit unserer guten Erreichbarkeit, der neu gestalteten Bahnhofstraße und dem tollen Christkindl-Markt sind wir in Saarbrücken gut aufgestellt.“


Michael Genth vom Saarbrücker ­Handelsverband: „Als Händler muss man sich dem Wettbewerb stellen“
Michael Genth vom Saarbrücker ­Handelsverband: „Als Händler muss man sich dem Wettbewerb stellen“Foto: Thomas Wieck

Schlimmer sieht es dagegen im ländlichen Raum aus! Dort befürchtet Gerd Landsberg, Chef des Deutschen Städte und Gemeindebundes: „Ein immer stärker boomender Online-Handel sowie neue Trends im Einkaufsverhalten bewirken eine Erosion des Einzelhandels.“

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