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Anarchie aus dem Geldbeutel

Entsprungen aus dem Geist der Cyber-Anarchisten nimmt die Erfolgsgeschichte des Bitcoins kein Ende mehr. Es handelt sich hierbei nicht um ein Spekulationsobjekt der Wall Street oder um digitales Casino-Geld.

Der Bitcoin wurde erschaffen, um den Finanzgöttern das Feuer abzuringen und den Menschen an die Hand zu geben, um das Geldsystem des US-amerikanischen Finanzimperialismus in die Knie zu zwingen und um den Massen ein Währungssystem bereitzustellen, das zum Funktionieren weder Banken, Staaten noch sonstige Autoritäten braucht.

Viele Kritiker empören sich über den Stromverbrauch des Bitcoin-Systems, verstehen es aber leider nicht, die Verhältnismäßigkeit mit zu bewerten. Die enorme Rechenpower, die zum dezentralen Absichern des Ökosystems benötigt wird, speist sich zu großen Teilen aus erneuerbaren Energiequellen. Jedes Kilowatt, das zum Erhalt dieses Projekts verbraucht wird, lässt sich entschuldigen, wenn man sich den Nutzen für den Widerstand vor Augen führt.

Außerdem ist im Vergleich dazu der Rattenschwanz von Banküberweisungen länger, als man glauben möchte. Ein Zusammenwirken aus dem Betreiben von Wolkenkratzern und Bankfilialen, Geschäftsreisen der Manager mit Privatjets, dem Pendeln der Mitarbeiter mit ihren Diesel-SUVs, dem Führen von militärischen Konflikten um die finanzielle Vorherrschaft in Wirtschaftsräumen und so weiter, lassen den Stromverbrauch des friedlichen Bitcoins geradezu niedlich erscheinen.

Wer nicht wagt, wird verlieren

Die Wirtschaftskrise ist in vollem Gange, auch wenn ab und zu die Sonne scheint und wir nach der monatelangen Corona-Knechtung aufatmen und entspannen möchten. Der Finanzkollaps wird unweigerlich kommen und uns kalt erwischen, wenn wir uns nicht dagegen wappnen.

Viele Ökonomen empfehlen, in Edelmetalle, Sachwerte oder Immobilien zu investieren, um gut durch die Krise zu kommen. Neuerdings erkennen aber immer mehr systemkritische Experten das immense Potenzial von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel.

Die limitierte Stückzahl der Coins und die dezentrale Architektur des Systems machen diese Kryptowährung zu einem begehrten Gut, um sich vor Übergriffen durch den Staat zu schützen. Alles kann im Notfall konfisziert werden — Edelmetalle, Bargeld, Aktien, Immobilien und so weiter — aber solange er den privaten Schlüssel auswendig gelernt im Kopf abspeichert, kann keine Autorität der Welt den Besitzer einer Bitcoin-Wallet enteignen.

Auszug aus einem Artikel von Buralk Erbasi veröffentlicht  im  RUBIKON-Newsletter 24/2021

Die zweitwichtigste Cyberdevise Ethereum hat die Rekordmarke von 4.000 Dollar (3.320 Euro) durchbrochen. Die Kryptowährung hat ihren Kurs seit Jahresbeginn mehr als vervierfacht und damit den Krypto-Primus Bitcoin weit hinter sich gelassen. Ähnlich wie bei diesem gibt es keine zentrale Stelle, die die Transaktionen steuert, überwacht und speichert. Dies übernimmt das Netzwerk aus allen Nutzern. Dort werden alle Daten dezentral überprüft und verschlüsselt

Hintergrund

Das digitale Zahlungsmittel auf dieser Plattform heißt Ether. Pro Jahr kommen maximal 18 Millionen neue Ether auf den Markt. Ähnlich wie bei Bitcoin werden neue digitale Münzen durch “Mining” gewonnen. Dabei stellen Nutzer Rechenkapazität für die Verschlüsselung von Transaktionen zur Verfügung und werden in der entsprechenden Kryptowährung entlohnt. (APA, 10.5.2021)

Dogecoin

 

 

 

 

Dogecoin ist aktuell in aller Munde. Die ursprünglich nur als Spaß gedachte Kryptowährung erreichte erst  vor kurzem das Allzeithoch. Das freute natürlich auch Dogecoin-Cheerleader Elon Musk, der als großer Fan der Meme-Währung gilt.

Eine Frage dürften sich dabei aber einige stellen: Wie ist Dogecoin eigentlich auf den Hund gekommen? Beziehungsweise wie schaffte es ein Shiba Inu, zum Meme zu werden?

Übers Tierheim in die Wallet

Auf Know Your Meme lässt sich der Werdegang des Fotos gut nachverfolgen. Das Doge-Meme geistert demnach bereits seit einem Jahrzehnt durchs Netz. Am 23. Februar 2010 veröffentlichte die japanische Kindergärtnerin Atsuko Sato mehrere Fotos ihres Shiba Inus. Sie hatte Kabosu, so der Name des Hundes, erst kurz zuvor aus einem Tierheim gerettet.

Kabosu lebt nach wie vor

Kabosu, die zum Internet-Hype gewordenen Hunderentnerin, zeigt sich von dem ganzen Trubel unbeeindruckt, wie die Fotos auf ihrem 285.000 Follower starken Instagram-Account zeigen. In ihrer japanischen Heimat kann Besitzerin Atsuko Sato auch nach wie vor ohne Probleme mit der Hündin spazieren gehen. Der ganz große Hype findet nämlich in den USA und nicht im ostasiatischen Inselstaat statt. Ob Sato auch in Dogecoin investiert hat, ist übrigens nicht bekannt. Eine Gewinnbeteiligung wäre ihr aber jedenfalls zu wünschen, schließlich sorgte sie mit einem einfachen Schnappschuss für den Start einer erfolgreichen Kryptowährung und für ein Stück Internetkulturgut.

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